Christian-Mayer Sternwarte Schriesheim

Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Schriesheim e.V.

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25 Jahre Kometenforschung mit Raumsonden

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Öffentlicher Vortrag an der Volkssternwarte Schriesheim am Freitag, den 11.03.11 um 19:30 Uhr

 

GiottoDas Jahr 2011 markiert 25 Jahre Kometenforschung mit Raumsonden. Es begann mit VEGA 1&2 und GIOTTO, die im März 1986 an 1P/Halley in Abständen von etwas über 10000 km bzw. 550 km vorbeiflogen. Ihnen folgte 2001 die Technologiemission DEEP SPACE 1, die in 2200 km 19P/Borelly passierte, 2004 flog STARDUST an 81P/Wild-2 in 240 km Abstand vorbei und 2005 als (vorläufig) letzte Mission DEEP IMPACT in 500 km an 9P/Tempel-1. Die Sonde STARDUST lieferte 2006 einen Probenbehälter bei der Erde ab, mit dem Staubteilchen in einem Aerogel eingefangen worden waren. Kluge Leute haben danach neue Ziele für die ausgedienten, aber noch betriebsbereiten Sonden ausgewählt und zwar für DEEP IMPACT (jetzt als EPOXI) den Kometen 103P/Hartley-2 (nachdem der zuvor angesteuerte 85P/Boethin verschwunden war), den er 2010 in 700 km passierte. Aus STARDUST wurde S-NExT, das am 14. Februar an 9P/Tempel-1 vorbeifliegen wird, mit der heimlichen Hoffnung, den bislang nicht sichtbaren Krater, den DEEP IMPACT hinterlassen hat, zu finden. Neben den Bildern waren die massenspektrometrischen Daten, die mit den Einschlags-Massenspektrometern PUMA, PIA und CIDA gemessen wurden, die wichtigste Ausbeute dieser Forschungsarbeiten. Mikrometergroße Staubteilchen können sicher nicht den kilometergroßen Kometenkern repräsentieren, wohl aber Auskunft darüber geben, welch komplexe Chemie im Weltraum vor dem Zusammenbau der Kometenkerne und vielleicht auch danach in diesen abgelaufen ist. Wie man das anstellt und was wir aus diesen Ergebnissen lernen, wird dargestellt - hoffentlich auch mit Hilfe der letzten Daten (von S-NExT), bevor wir in 2014 mit ROSETTA den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko erreicht haben werden. Dabei werden die Entwicklung und die Technik des Einschlags-Massenspektrometers CIDA anhand eines "Engineering Models" genauer beschrieben.

Über die Referenten:

  • Dr. Jochen Kissel, 1943 geboren, studierte Physik in Karlsruhe und promovierte in Heidelberg. Seit 1971 nahm er an zahlreichen Weltraummissionen zur Erforschung des kosmischen und seit 1981 des kometaren Staubes mit Sonden von INTERKOSMOS, NASA und ESA an leitender Stelle teil. Seine Massenspektrometer haben die bisher einzigen Daten über die Chemie der Staubteilchen geliefert. Das letzte von ihnen wird 2014 mit ROSETTA den Zielkoneten erreichen. Die sicherlich interessanten Ereignisse wird er nach 33 Jahren Staubforschung im Lehnsessel, sich auf vielen Lorbeeren ausruhend, verfolgen.
  • Dr.-Ing. Hartmut Henkel wurde 1959 geboren. Sein Studium der Nachrichtentechnik und Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt schloss er 1984 als Diplom-Ingenieur ab. 1991 promovierte er an der Technischen Hochschule Darmstadt im Bereich digitale Signalverarbeitung. Von 1991 bis 1994 war er als Forschungsingenieur bei Panasonic tätig. Seit 1994 arbeitet er als Entwicklungsingenieur bei der von Hoerner & Sulger GmbH in Schwetzingen, wo er seit 2006 Mit-Geschäftsführer ist. Als Entwicklungs- und Projektleiter ist er für verschiedene wissenschaftliche Raumfahrtinstrumente verantwortlich. Dazu zählen das Massenspektrometer CIDA, das bei der NASA-Mission STARDUST eingesetzt wir, und das Instrument COSIMA, das bei der ESA-Mission ROSETTA mitfliegt.

Veranstaltungsort : Volkssternwarte Schriesheim, Ladenburger Fußweg 4

Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt € 3,-


 

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