Christian-Mayer Sternwarte Schriesheim

Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Schriesheim e.V.

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Vorträge Vorträge 2011 Wir sind Sternstaub

Wir sind Sternstaub

E-Mail Drucken PDF
Öffentlicher Vortrag an der Volkssternwarte Schriesheim am 25.02.2011 um 19:30 Uhr

M31 Der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasserstoff, Sauerstoff und aus Kohlenstoff - doch welche kosmischen Prozesse produzierten diese Elemente? Kurze Zeit nach dem Urknall gab es im Kosmos lediglich Wasserstoff, Helium und Spuren von Lithium und Beryllium. Die erste Generation von Sternen, die sich aus dieser Mixtur bildete, unterschied sich deshalb erheblich von den Sternen, die die Astronomen heute in unserer Umgebung beobachten. Doch wie gelangen die Isotope, die im Laufe eines Sternlebens durch Kernfusion im Inneren entstehen, letztendlich in die Weiten des Alls, wo sie als Baumaterial für neue Sterne zur Verfügung stehen?

Der Astrophysiker, Redakteur und Wissenschaftsjournalist Dr. Oliver Dreissigacker erklärt in seinem an Laien gerichteten Vortrag die zahlreichen Prozesse, die in den verschiedenen Stadien eines Sternlebens ablaufen. Sie führen letztlich zu einem ständigen Materiekreislauf: Sterne bilden sich aus Gaswolken, durchlaufen eine bestimmte Entwicklung und sterben am Ende gegebenenfalls in Supernova-Explosionen, durch die sie ihre Umgebung mit den neuen Elementen anreichern. Aus diesen entstehen wieder neue Sonnen, der Kreis schließt sich, wobei mit jedem Zyklus der Gehalt an schweren Elementen wächst. So lange, bis genügend Baumaterial vorhanden ist, um neben Sternen auch Planeten mit einer festen Oberfläche zu bilden, auf denen sich vielleicht Leben entwickelt, das dann versucht herauszufinden, woher denn der Sternstaub stammt, aus dem es besteht.

Details zur Aufnahme: Die Überlagerung von Satellitenaufnahmen der etwa 140.000 Lichtjahre großen Andromeda-Galaxie machen verschiedene Stadien des kosmischen Materiekreislaufs sichtbar: Submillimeterwellen (orange) zeigen Staub- und Gaswolken, die sich gerade zu neuen Sonnen zusammenziehen, Röntgenstrahlung (blau) lässt Explosionswolken von Supernovae erkennen. (Bildquelle: ESA / J. Fritz, U Gent / W. Pietsch, MPE)


 

Kalender

Juli 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
26 27 28 29 30 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Besucher

Heute40
Woche286
Monat1117
Insgesamt135966

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Website erklären sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information