Christian-Mayer Sternwarte Schriesheim

Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Schriesheim e.V.

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Alles was Sie schon immer über Astronomie wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten.



Wo sind all die Planeten hin?

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Den Gasriesen Jupiter mit seinen vier großen Monden konnten wir zusammen mit unseren Gästen im Wissenschaftszentrum schon an einigen Abenden beobachten. Wo aber sind denn die anderen mit bloßem Auge sichtbaren Planeten? Auch der Morgen- und der Abendstern sind verschwunden! Bei diesen "Sternen" handelt es sich in Wirklichkeit um den Planeten Venus. Da die Venus näher an der Sonne steht als unsere Erde, bewegt sie sich aus unserer Sicht kaum von der Sonne weg und ist daher entweder morgens oder abends zu sehen, aber nie mitten in der Nacht. Derzeit jedoch ist der Winkelabstand der Venus zur Sonne so gering, dass sie gar nicht sichtbar ist. Sie befindet sich zwischen der Erde und der Sonne. Astronomen bezeichnen diese Stellung als untere Konjunktion (steht die Venus aus unserer Sicht hinter der Sonne nennt man dies obere Konjunktion).

Wer also die Venus sehen will, muss die Sonne beobachten. Mit einem nicht entsprechend präparierten Teleskop ist das sehr gefährlich! Ein großer alter Meister der Sonnenbeobachtung ist SOHO. Dabei handelt es sich um einen schon 1995 gestarteten Satelliten, der in Europa gebaut wurde und nun von ESA und NASA gemeinsam betrieben wird. Die hier gezeigte Aufnahme von SOHO gelang mit einem Instrument, dass speziell die äußerste Sonnenatmosphäre, die Korona beobachtet. Die Sonne selbst ist auf dem Bild gar nicht zu sehen, da die Scheibe in der Mitte sie abdeckt. Der weiße Kreis markiert ihre Lage. Die Sonne ist zu hell und würde ohne Abdeckung die zarte äußere Atmosphäre überstrahlen, auf die es dieses Instrument abgesehen hat. Vor allem aber sieht man aber auf dem Bild die verlorene Venus. Sie ruht in einem komischen weißen Streifen. Dabei handelt es sich um einen Artefakt: Der empfindliche CCD-Chip des Instruments wird von den hellen Planeten Venus und Merkur "geblendet". Dabei laufen die Pixel voll und die Elektronen wandern in die benachbarten Pixel der Bildzeile, um diese auch zu sättigen - also kein UFO-Alarm. Aber immerhin haben wir unseren Morgen- und Abendstern wiedergefunden!

Auf dem Bild ist auch der Stern Spica benannt. Dabei handelt es sich um den Hauptstern des Sternbildes Jungfrau.


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Heavens-Above: Was fliegt denn da?

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Im Zusammenhang mit dem geheimnisvollen Raumflugzeug X-37 wurde bereits auf die Internetseite Heavens-Above verwiesen. Es lohnt sich, diese Seite genauer anzuschauen.

Die Internetseite Heavens-Above läuft auf dem Server des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR. Daher kann man schon erahnen, dass es irgendwie um Raumfahrt geht und so ist es auch: Auf Heavens-Above kann jeder Internetnutzer für seinen lokalen Standort die Sichtbarkeit von Satelliten abfragen. Dazu gehören nicht nur so exotische Objekte wie die X-37, sondern vor allem auch die sehr helle Internationale Raumstation ISS oder bemannte Raumfahrzeuge wie das amerikanische Space Shuttle oder russische Sojus-Raumschiffe.


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M 45 Die Plejaden

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Der auch als Siebengestirn bekannte, im Sternbild Stier gelegene Sternhaufen findet bereits in frühen Kulturen und Aufzeichnungen Erwähnung, so beispielsweise auch in Homers Odyssee. In Japan war er der Namensgeber der Automarke Subaru.

Der Name Plejaden läßt sich sehr wahrscheinlich auf die sieben Töchter des Atlas und der Pleione, die laut griechischer Mythologie vom Jäger Orion verfolgt und schließlich vom Göttervater Zeus an den Himmel versetzt wurden, zurückführen. So sind die sieben hellsten Sterne nach den Töchtern Alcyone, Asterope (ein Doppelstern), Electra, Maia, Merope, Taygeta and Celaeno benannt. In der Regel wird man mit bloßem Auge meist sechs Sterne erkennen, unter guten Sichtbedingungen jedoch auch zwischen neun oder einem dutzend Sterne. In guten Teleskopen oder sogar bereits mit sehr guten Ferngläsern kann man erkennen, daß die Sterne in schwache Nebel eingebettet sind. 1859 wurde um den Stern Merope der erste Nebelfetzen entdeckt. Auf Fotografien treten die Nebel deutlich zu Tage. Die blaue Farbe der Nebel läßt sie als sogenannte Reflexionsnebel erkennen. Anders als bei den durch die Strahlung heißer leuchtstarker Sterne zum Eigenleuchten angeregte Nebel wie zum Beispiel der bekannte Orionnebel reflektieren die Reflexionsnebel das Licht der Sterne.

Bis dato hat man dem Sternhaufen rund fünfhundert Sterne, die sich scheinbar auf ein Himmelsareal des vierfachen Monddurchmessers verteilen, zuordnen können. Auch sind bereits einige Braune Zwerge, aber auch Weiße Zwerge entdeckt worden.

Die Existenz letzterer konnte wissenschaftlich noch nicht vollständig erklärt werden. Denn normalerweise ist ein Weißer Zwerg der ausglühende Überrest eines langlebigen Sternes wie der Sonne. Das Alter der Plejaden beträgt jedoch "nur" etwa 100 Millionen Jahre.

Da die Plejaden nahe der Ekliptik, also der scheinbaren Bahn der Sonne und der Planeten, liegt, kommt es relativ häufig zu Bedeckungen des Sternhaufens durch den Mond. So wird es 2007 fünf solcher Bedeckungen geben, und zwar am 27. Januar 2007, am 24. Februar 2007 (00:45 Uhr MEZ), am 7. August 2007 (01:30 Uhr MESZ), am 28. Oktober 2007 (01:00 Uhr MESZ) und am 21. Dezember 2007 (22:45 Uhr MEZ). Weitere Bedeckungen folgen in den Jahren 2008 und 2009. Danach allerdings erst wieder im Jahre 2024.

Das oben gezeigte Bild wurde in zwei Nächten der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres aufgenommen. Leider war der Himmel durch die Weihnachtsbeleuchtung stark aufgehellt, und so musste das Bild fast drei Stunden mit einer digitalen Spiegelreflexkamera belichtet werden


 


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