Christian-Mayer Sternwarte Schriesheim

Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Schriesheim e.V.

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Astrowissen

Alles was Sie schon immer über Astronomie wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten.



Nachlese

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M27 und IC1296Manchmal wird die mühevolle Nachbearbeitung von digitalen Fotos doppelt belohnt, so wie in diesem Beispiel: Diese wunderschöne Aufnahme des Ringnebels M27 präsentierten wir bereits Ende August 2011 auf unserer Homepage. Nun hat Julian Zoller die Fotografie noch einmal nachbearbeitet und dabei die sehr lichtschwache Balkenspiralgalaxie IC1296 auf der Aufnahme entdeckt. Diese ist über 220 Million Lichtjahre von uns entfernt.


 

Orionnebel

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OrionnebelDer Orion gehört wohl zu den eindrucksvollsten Wintersternbildern und beherbergt eines der schönsten und größten Sternentstehungsgebieten in unserer „näheren“ Umgebung, den Orionnebel oder auch M42 genannt. Er befindet sich im sogenannten Schwertgehänge des Orions und ist mit diesem schon mit dem bloßem Auge erkennbar.
Der Nebel ist ungefähr 1350 Lichtjahre von uns entfernt und hat eine Ausdehnung von etwa 30 Lichtjahren. Zusammen mit Barnard’s Loop, dem Pferdekopfnebel und weiteren Nebel gehört der Orionnebel zum sogenannten Orion-Komplex. Im Orionnebel findet aktiv Sternentstehung statt, so werden unter anderem Proplyde (Protoplanetare Scheiben) beobachtet. Darüber hinaus können schon mit kleinen Teleskopen junge, heiße Sterne, wie das Trapez beobachtet werden.
Diese Aufnahme von Julian Zoller setzt sich als Komposit von 50 einzelnen Bildern zusammen.


 

Ringnebel

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RingnebelBeim Ringnebel im Sternbild Leier handelt es sich um einen Überrest eines Sternes der seine Hüllen abgestoßen hat. Wenn man sich den Kern des Ringes genau betrachtet, erkennt man den Überrest dieses Sternes, einen weißen Zwerg. Vor ca. 20.000 Jahren hat dieser seine äußeren Hüllen abgestoßen welche sich seither mit einer Geschwindigkeit von 19km/s fortbewegen. Da das Sternbild Leier zu Sommersternbildern gehört kann der Ringnebel nun besonders gut beobachtet werden.
Diese beeindruckende Aufnahme gelang unserem Mitglied Julian Zoller, mit einem 14“ Schmidt-Cassegrain auf der Volkssternwarte Schriesheim. Das Bild setzt sich aus 30 einzelnen Aufnahmen, mit einer Belichtungszeit von jeweils 30 Sekunden, zusammen.


 

Das Ende der Nacht

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Ende der NachtSeit dem 22.12. werden die Tage wieder länger, doch das ist mit dieser Überschrift nicht gemeint. Hier soll auf das Problem der Lichtverschmutzung hingewiesen werden. Lichtverschmutzung ist ein komisches Wort, denn das Licht wird ja nicht verschmutzt. Besser wäre vielleicht "Lichtsmog". Gemeint ist damit jedenfalls die Tendenz der modernen Welt, den natürlichen Hell-Dunkel-Rythmus zu ignorieren. Die Nacht wird zum Tag gemacht und die Gesellschaft läuft im 24-Stunden-Modus: Rund um die Uhr shoppen, arbeiten und feiern.

Dies bekommt Mensch und Natur gleichermaßen schlecht. Wer sich umfassend zum Thema informieren will, kann dies anhand der Lektüre des Buches "Das Ende der Nacht - Die globale Lichtverschmutzung und ihre Folgen", erschienen in Weinheim bei Wiley-VCH, tun. Bei der Lektüre wird auch klar, dass es sich beim Thema Lichtverschmutzung nicht um eine weitere Ökospinnerei handelt. Zum einen ist die Kritik an der Illumination der Städte so alt, wie die Straßenlaterne selbst und zum anderen haben wir es seit dem Wirtschaftswunder mit einem enormen Wachstum an öffentlichem Licht zu tun. Auch war es früher durchaus üblich, die Straßenbeleuchtung in Vollmondnächten und in der zweiten Nachthälfte auszuschalten - undenkbar heutzutage.

Naturgemäß reagieren die Astronomen besonders empfindlich auf Lichtverschmutzung. So beschwerte sich bereits im Jahre 1924 der Astronom Johann Palisa von der Universitätssternwarte Wien, dass sein modernes Observatorium aufgrund der wachsenden Beleuchtung der Donaumetropole nicht das zu leisten vermag, was in der kleinen Neckarstadt Heidelberg gelingt: "Nun wird jedermann begreifen, wie sehr die Arbeitsfreudigkeit herabgestimmt wird, wenn er [der Astronom] sieht, daß der fünfmal mehr Sternlicht auffangende 27-Zöller nicht das zu leisten imstande ist, was der 12-Zöller in Heidelberg leistet." Damals war Heidelberg - und natürlich auch Mannheim -  noch nicht die Lichtdreckschleuder von heute. In der Vereinigung der Sternfreunde e.V. nimmt sich die Fachgruppe Dark Sky dem vielschichtigen Thema an. Die Fachgruppe betreibt die sehr informative Webseite Lichtverschmutzung.


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Die Sonne beobachten

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Schaut man heute aus dem Fenster, glaubt man kaum, wie schön das verlängerte Wochenende der letzten beiden Tage war. Diese nette kleine Aufnahme erinnert an die besseren Zeiten von gestern und zeigt, wie gut man es im Wissenschaftszentrum Rhein-Neckar aushalten kaHerbststimmungnn.
Die Sonne ist nicht nur gut fürs Gemüt, sie ist auch ein dankbares Beobachtungsobjekt. Man kann sie zu vernünftigen Zeiten beobachten, wobei sie keine allzu hohen Anforderungen an die Technik und den Beobachter stellt. Dabei ist die Sonne durchaus ein dynamischer Ort. In dem  mit einem Rolldach ausgerüsteten Teleskopbau Nr. 5 verfügt das Wissenschaftszentrum über einen schnuckligen Refraktor, also ein Linsenteleskop mit fünfzehn Zentimeter Öffnung. Diese Öffnung kann mit einem Sonnenfilter ausgerüstet werden. Dabei handelt es sich um einen Spezialfilter, der über 99% des einfallenden Lichts blockiert. Wer ohne solch einen im Astronomiefachhandel beziehbaren Filter die Sonne beobachtet kann das genau zwei mal machen, dann ist das Augenlicht verloren. Daher gilt die Regel: Schauen Sie nie ohne spezielle Ausrüstung direkt in die Sonne!

Mit dem Sonnenfilter wird die Sonne im so genannten Weißlicht beobachtet. Wir sehen also direkt die Photosphäre und haben es dabei auf die Sonnenflecken abgesehen.

Eine Alternative bietet das am Teleskop anmontierte Personal Solar Telescope der Firma Coronado. Es zeigt die Sonne im Lichte der H-Alpha-Spektrallinie bei 656 Nanometer Wellenlänge. Dadurch werden insbesondere Protuberanzen am Sonnenrand sichtbar. Hier im Bild ist das Coronado nicht zu sehen, da es auf der anderen Seite des Teleskops angebracht ist, wo man es mit der Leiter erreichen kann. Teleskopbau 5
Dafür ist ganz oben der angeschraubte Sonnenfilter gut zu erkennen.

Links in der Ecke steht ein Computer mit dem das Teleskop angesteuert werden kann. Rechts neben der Teleskopsäule befindet sich ein Laptop. Dieses Laptop steuert eine Kamera des Herstellers Omigon. Dabei handelt es sich um eine schlichte und billige Webcam, die für Astronomiezwecke dem Okularauszug des Teleskops angepasst wurde. Auf dem Laptop wird so ein Videostream sichtbar, der Sonnenflecken zeigt, sofern vorhanden.

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