Christian-Mayer Sternwarte Schriesheim

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Wer hat's gefunden? Die Amateure!

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Pan-STARRS 1, Hawaii. Foto: Rob Ratkowski, PS1SC
Eine ganze Reihe von deutschen Schülern hat die Profis dabei unterstützt, den Weltraum nach Asteroiden abzusuchen, die der Erde gefährlich nahe kommen. Jetzt, nach Abschluss des Projekts haben die Schüler eine Reihe interessanter Ergebnisse vorzuweisen: Bestätigungen für vier Near-Earth Objects (NEOs) und die Entdeckung von mehr als 170 Kandidaten, bei denen es sich um bislang unbekannte Asteroiden handeln könnte. Dazu verwendeten sie das Pan-STARRS-1-Teleskop (PS1) in Hawaii, eines der leistungsfähigsten Durchmusterungsteleskope, dessen 1400-Megapixel-Kamera mehr als 500 Bilder pro Nacht schießt. Ließ das Wetter in Hawaii keine Beobachtungen zu, werteten die Schüler alternativ Daten eines Teleskops des Astronomical Research Institute (ARI) in Westfield im US-Bundesstaat Illinois aus.

K. A. GrayFalls es Ihnen in den heimischen Winternächten am Teleskop zu kalt wird, zappen Sie doch am Computer einfach mal durch die Astrofotos Ihrer Kollegen. Das tat auch die zehnjährige Kathryn Aurora Gray in Kanada und stöberte in Aufnahmen des Abbey Ridge Observatory herum, an denen ihr Vater Paul mitwirkte. Bei einer Aufnahme der Galaxie UGC 3378 in der Giraffe fiel ihr ein Punkt auf, der auf anderen Aufnahmen fehlte. Nach weiteren Beobachtungen durch US-Amateurastronomen bestätigte sich der Verdacht: eine Supernova, die die IAU als SN 2010lt in die Kataloge aufnahm. Kathryn ist damit die jüngste Supernova-Entdeckerin aller Zeiten. Für ihren Vater ist es der siebte Fund, für dessen Co-Beobachter David Lane der vierte.

Wie ein Explosionsmal sieht eine Struktur in Saturns Wolkenhülle aus, die die Raumsonde Cassini an Heiligabend aufnahm und drei Tage später zur Erde funkte. Bereits zwei Wochen zuvor war dieser „große weiße Fleck“ dem australischen Amateurastronomen Anthony Wesley aufgefallen, einem Spezialisten für Saturnbeobachtungen. Ihm zufolge ist es der heftigste Sturm seit Jahrzehnten. Er hat einen Durchmesser von 6000 Kilometern, die Spur in der Atmosphäre ist sogar zehnmal so lang.

Wenn Sie den Ringplaneten selbst in Augenschein nehmen wollen, müssen Sie derzeit allerdings bis 2 Uhr morgens warten, er steht im Sternbild Jungfrau, ein Stück weit oberhalb des Hauptsterns Spica (Alpha Virginis). Aber so lange stehen ja andere, lohnende Winterziele wie der Krebsnebel oder die Kugelsternhaufen in den Zwillingen und im Fuhrmann in bester Position.


 

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